Reise blog von Travellerspoint

Ein bisschen zuviel Titikaka See....

.... oder auch ein Chaotischer Grenzübergang

sunny 21 °C

Alles fing so gut an. Wir sassen noch in Cusco und haben doch tatsächlich billigere Bustickets bekommen und jederman meinte "Ja! die Streiks sind vorbei und die Grenze ist jetzt offen!" Wir also gut gelaunt in unseren 12 Stunden Nachtbus nach Puno, wo wir den Tag verbringen wolten und dann am Nachmittag die 3 Stunden bis nach Bolivien fahren wollten. Alles gaaaanz easy....

Wir als morgens in Puno angekommen (zusammen mit 15 Gringos aus unserem Bus) und sofort wurde uns gesagt: "Nee Nee es gibt keine Busse nach Copacabana (Bolivien)", Wann es denn wieder welche gibt? - "Vielleicht heute Nachmittag oder morgen!" - Aha
Sofort wurden uns von den Verkäufern alle Alternative zum Verkauf angeboten und natürlich total überteuert..... Die haben so einen Stress gemacht das wir erstmal in ein ruhiges Restaurant sind um einen Kaffee zu trinken, Kaffee der eher Wasser mit Dreck war und nicht mal Kaffeegeschmack hatte. Der Tag fing aber auch wirklich nicht gut an. Auf dem Weg zu den Verkäufern hielt uns auf einmal einer der Argentinier an, der mit auf meinem Machu Picchu Trek war und erzählte uns das es alles scheisse sei und er auf dem Busbahnhof übernachten musste, weil die hier ALLE Lügner sind und das er so schnell wie möglich,über einen riesigen Umweg, mit seinen Kids jetzt nach La Paz fährt.
Wir haben ihn nur zweifelnd angeguckt, noch glaubten wir nicht das alles so schlimm werden könnte, das wir einen 2 Tage Umweg machen müssten....
Zu dem Zeitpunkt waren wir noch davon überzeugt das man doch irgentwie über die Grenze kommen musste, da ja nur die Strasse blockiert war, nicht aber die Grenze.... Ein paar Stunden später, also Mittags war klar das es kein durchkommen gab. Also mussten wir ein Boot über den Titikaka See nehmen oder eine Busfahrt um den ganzen See herum um dann illegal über die Bolivianische Grenze zu fahren... Also Boot - 8 Stunden Fahrt und logischerweise überteuert um dann an der Grenze abgesetzt zu werden. Ging aber an dem gleichen Tag nicht mehr, also mussten wir bis zum Morgen warten. Ticket gekauft und in die Stadt. Puno ist wirklich kein guter Ort um hängen zu bleiben, alles ist ein Chaos, es gibt eigentlich nichts wirklich schönes anzusehen und der Stadtteil in dem wir waren, wurde einfach von Strassenverkäufern in einen riesigen Markt verwandelt, ein Markt auf dem man von Socken bis Autoreifen alles kaufen kann.
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Am nächsten Morgen sind wir dann früh auf, weil unser Boot ja schliesslich um 7:00 losfahren sollte....... es war schon voll als wir ankamen , angeblich war ja nur Platz für 26 Leute (hatten wir extra nachgefragt), aber es waren mehr. Na gut, dann haben die eben ein anderes Boot gleich noch mit angeheuert und schon war das Problem gelöst! Erstaunlicherweise ganz unkompliziert. Dann ging es irgentwann los und nach genau 5 Minuten fahren fiel der Motor aus... also wieder zurück zum Steg und Benzin einladen - aaah das brauch man ja auch? und wieder ging es los, das Tempo war nicht das schnellste und wie wir später feststellten war es aber durchaus die Höchstgeschwindigkeit!! (ca. 15 km/h?)

Unser Boot
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Abfahrt:
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Nach 30 Minuten Fahrt fiel der Motor wieder aus - diesmal hat einer unserer Kapitäne ein bisschen am Motor rumgefummelt und wohl etwas Pappe reingebastelt und dann ging es auch wieder.

Kurzer Stopp:
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Also wieder weitergefahren, nach weiteren 20 Minuten is das Boot wieder abgekackt und diesmal für immer, denn obwohl sie da wild am rumbasteln waren er ging einfach nicht an. Aber kein Problem ein anderes Boot war schon im anmarsch um uns zu helfen und wenig später ein zweites. Was für ein Gück.... also die Boote aneinander festgemacht und dann den Motor wieder mal repariert und dann vollgas losgefahren.............. und crash ..... die Boote waren ja noch festgebunden! Uns ist also ein Boot direkt in ein Glasfenster reingefahren und hat beinahe einer Ami das Gesicht zerschnitten, um es dann besser zu machen ist der Kapitän raus und hat das Fenster nach Innen gedrückt, wieder fast in der Ami ihrem Gesicht.....!! In dem Moment fing ich dann an die anderen Boote zu fragen ob sie nicht Platz hätten, woraufhin unser Kapitän: „NEIN“ rief und in Höchgeschwindigkeit (15km/h) losrasste. Ein paar Momente später hat er dann eine Decke auf die Vorderscheibe gelegt, eine schwarze Decke, lieber Blind als heiss....

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Wir, fasst alles Gringos, sind dann aufs Bootdach. Da waren Bánke, es war wärmer und keiner konnte ausversehen den Bootfahrern an die Gurgel springen!
6 Stunden später waren wir dann anscheinend da. So genau konnte man das aber nicht sagen denn das Boot hat mitten im See angehalten. Als sich dann aber Ruderboote an unser Boot machten und Preise schrien, waren wir uns dann sicher..... Wir also auf wackel Ruderboote mit unseren riesigen Rucksäcken und mitten (genau da wo man eigentlich nicht mehr nein agen konnte) sagte unser Bootsfahrer uns eine überteuerten Preis (ungefähr soviel wie ein Mittagessen) kostet jetzt diese kurze überfahrt. Wir also alle bezahlt... aber eine hatte kein Geld mehr also wurde sie wieder mitten auf den See rausgerudert, bis wir es merktenund einer von uns noch das Geld zielsicher in Boot schmiss. Mädel wieder abgesetzt und dann den Berg hoch, weil wir wurden nicht etwa an einem Steg, NEIN, am Fuss eines Hügel abgesetz.
Mittlerweile war es kurz vor Dunkelheit und keiner wusste wo die Grenze so genau war. Wir also tapfer den Berg hoch und dann einige 6 jährige gefragt wo es lang ging, die fanden uns wohl sehr lustig (eher komisch!!) und haben uns dann den Weg mehr oder weinger geführt. Nach ca. 15 Minuten waren wir endlich an der Grenze. 15 Gringos aufeinmal und alle mussten mal noch etwas machen, also sind wir in dem Gebäude wohl länger geblieben als gewollt, bis aufeinmal ein Herr von der Bolivianischen Grenze in den Raum ruft: „Wir machen drüben gleich zu“ ... Grosse Gewirr und nochmal Berg hoch, und dann das bolivianischen Grenzbüro. Noch eine halbe Stunde später sassen wir mittlerweile nur noch zu elft im Bus nach Copacabana unserem Ziel. Aus 3 Stunden wurden fast 2 Tage, aber wir haben es dann doch noch dahin geschafft. Abends waren wir alle zu fertig um das richtig zu feiern, aber ein feierliches Gefühl hatte wir allemal.

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Eingestellt von amelierei 15:49 Archiviert in Peru

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